Europareise mit Niederschlägen

Pleiten, Pech und Pannen auf dem Wasser

 

"Wenn Schadenfreude die größte aller Freuden ist, dann kann es kaum etwas Lustigeres zu lesen geben."

(Kutter & Küste)


"Mit Schmunzeln behaftetes Lesevergnügen."

(Schwäbische Post)


"Ironisch-sarkastische Erzählung. Leichtfüßig"

(YachtRevue)

 Hören Sie hier die 'Kurbelwellenaufnahme':

Schiff im Wasser im Schiff: Kaum hat Segel-Einsteiger Peter Borjans-Heuser sein Schiff im Wasser, da bekommt er auch schon nasse Füße: Wasser im Schiff! Das ist - solange es nicht steigt - eigentlich eine von den kleineren Katastrophen, die Boot und Crew ereilen können. Was aber, wenn es immer wieder kommt? Von oben, von unten, von außen, von innen dringt und drängt das feindliche Nass. Kein Wunder, dass der Skipper des Motorseglers Isafa schon bald eine globale Verschwörung vermutet Unerschrocken folgt die Crew ihrem Plan, vom Mittelmeer nach Duisburg und zurück zu fahren.

Peter Borjans-Heuser, Jahrgang 1948, pariert die hinterhältigen Angriffe der Elemente mit Humor und beeindruckender Sprachgewandtheit. Dabei helfen ihm Ehefrau Gitta, Sohn Matti, mehrere Eimer Dichtmasse und alles, was man sonst noch gebrauchen kann, um Löcher, Spalten, Risse und Leckagen jeder Art zu stopfen.
Jutta Ohligschläger, Jahrgang 1957, hat die Stationen einer Europareise mit Niederschlägen nachträglich mit Feder und Tinte dokumentiert. Wer wie "Johli" ein geschultes Fotografen-Auge besitzt, und ungezählte auf eigenen Schiffen ersegelte Pannen im Logbuch hat, muss eigentlich an Land bleiben - oder Cartoons zeichnen.

Schiff im Wasser im Schiff -­ Eine Europareise mit Niederschlägen, 1. Auflage, 2005, 132 Seiten, Taschenbuchformat, 25 Cartoons, Preis: 9,80 , ISBN: 978-3-9808910-6-6

Leseprobe: Schiff im Wasser im Schiff:

Seiten 19 bis 26

Peter Borjans-Heuser, Baujahr 1948, gehört zu den Spätberufenen. Erst 1992 ereilt ihn in der Hafenstadt Duisburg der Ruf des weiten Meeres wie eine infektiöse Krankheit. Bis dahin hat er dort als Deutschlehrer und später als Gesamtschulleiter und auch als Rezitator in einer Rockband mehr oder weniger kümmerlich sein Dasein gefristet. Jetzt aber stürzt er sich kopfüber ins Abenteuer, hat bald ein eigenes Schiff, eine Fahrerlaubnis - aber kaum nautische Erfahrung. Trotzdem geht er auf große Fahrt, die in der Adria beginnt.
Seine Frau Brigitta, die auch infiziert ist, macht zwar alles mit, stürzt sich aber nicht kopfüber ins Abenteuer, sondern lässt sich mit deutlich klarerem Kopf darauf ein. Zehn Jahre sind die beiden mit ihrer Isafa in Europas Gewässern unterwegs. Die Lehrgeldzahlungen nehmen kein Ende. Das Schiff ist und bleibt trotz ihres aufreibenden Dauereinsatzes gegen das nasse Element löchrig wie ein Schweizer Käse. Der Kampf geht in immer neue Runden und Niederschlag folgt auf Niederschlag. Wie die beiden angefeuchteten Landratten das als lustvolle Steigerung ihrer Lebensqualität erleben können, bleibt ihr Geheimnis.

Jutta Ohligschläger, Jahrgang 1957, hatte schon früh eine besondere Beziehung zum Wasser und zu Booten. Ihr erstes, vom Vater aus Baumrinde geschnitztes Boot, überstand schwere Stürme in der Badewanne. Klassisch steigerte sie sich, frei nach dem Motto: "ein Boot ist immer einen Meter zu kurz" über ein kleines Badeboot zu einem Schlauchboot, einem selbstgebauten Surfbrett bis zu einem kleinen Segelboot mit zwei Kielen - sicher ist sicher! Ein weiteres Boot folgte, diesmal mit Langkiel - da weiß man was man hat. Zahlreiche schaurig-schöne Segelerlebnisse auf Nord- und Ostsee füllten ihren "Sehsack", wie sie sagt, sodass sie reichlich Stoff für Cartoons bekam - die ersten Zeichnungen entstanden. Und bald erschien ihr erstes Buch, prall gefüllt mit Segelcartoons. Irgendwann war dann das Boot wieder den berühmten Meter zu kurz und nun folgte ein Boot mit Hubkiel, - beruhigend zu wissen, das man den einziehen kann! Die zeichnerischen Abenteuer führten zu weiteren Illustrationen und einem Kalender im Eigenverlag. Jutta Ohligschläger, die ihre Zeichnungen mit "Johli" signiert, nimmt nicht alles ernst, aber dafür vieles wörtlich und lässt ihre Figuren mit den auffälligen Nasen und dem charakteristischen Zahn auf dem Papier agieren.

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copyright: Quick Maritim Medien (Rechlin), letzte Änderung 12.10.2009