40 Jahre auf dem Wasser – Aus den Logbüchern und Studienmappen von Otto Protzen

1. Auflage, 2011, 352 Seiten, Taschenbuchformat, hochwertige PUR-Bindung, 16 Vollbilder und eine Kartenskizze, Preis: 12,80 Euro
ISBN: 978-3-9808910-4-2

40 Jahre auf dem Wasser

Die wassersportliche Lebensbeichte des ersten deutschen Weltklasse-Seglers: Vom lausbübischen Paddelausflug mit dem kleinen Bruder bis zur Sonderklasse-Regatta vor Marblehead (USA) mit anschließendem Frühstück bei Teddy Roosevelt. Otto Protzen (1868 - 1925) war seiner Zeit weit voraus und hat so ziemlich alles an Wassersport gemacht, was im Kaiserreich möglich war. Sogar ein motorisiertes Hausboot hat Protzen entworfen und ist damit auf Törn gegangen – selbstverständlich mit Butler und Bootsmann. All die vielen Begebenheiten schildert er mit feiner Ironie, augenzwinkerndem Humor und viel Liebe zur Natur und zum Wassersport. Vor allem aber berichtet Otto Protzen überaus unterhaltsam aus seinen Logbüchern und Studienmappen – langweilig wird es mit ihm nie.

Otto Protzen, der auch als Wassertourist ein Wegbereiter seiner Zeit war, nimmt den Leser mit auf seine Törns nach Mecklenburg, Pommern, an die Nord- und Ostee, auf die Berliner Gewässer und an die amerikanische Ostküste. Begleiten Sie ihn an Bord einer schicken Dampfyacht nach Schweden, segeln Sie mit ihm den legendären Cup-Defenders Wannsee oder paddeln Sie mit Protzen als Familienvater mit Ruderboot und Zelt von Berlin nach Swinemünde.

Leseprobe 40 Jahre Vorwort

2011 / format: PDF / size: 209 KB

Leseprobe 40 Jahre Lern- und Wanderjahre

2011 / format: PDF / size: 291 KB

Leseprobe 40 Jahre Kaiserpreis

2011 / format: PDF / size: 311 KB

Autor

Otto Protzen, 1868 - 1925 war sowohl als Sportsegler als auch als Wassertourist ein Wegbereiter seiner Zeit. Er war ein erfolgreicher Spitzensportler und ein anerkannter Künstler. Geboren wurde er am als Sohn eines Teppichfabrikanten von der Stralauer Halbinsel in Berlin. Die Spree gleich vor der Tür brachte ihn schon sehr früh zum Wassersport, der damals etwas ganz Neuartiges war. Über das Paddeln entdeckte er das Segeln. Beim sich gerade entwickelnden Amateursegeln ließen die ersten Yachtbesitzer ihre Yachten noch von bezahlten Seeleuten segeln. Doch es entwickelte sich bald die Meinung, dass man selbst Hand anlegen sollte. Der wassersportaffine Kaiser Wilhelm II. selbst initiierte die Sonderklasse, die mit offenen Booten von je drei Freizeitseglern ausgetragen wurde. Das war die Stunde von Otto Protzen, der in der wohlhabenden Gesellschaft lebte und schon Erfahrungen beim Segeln mitbrachte.

Foto links aus: Die YACHT Ausg. 25 von 1926

 

Presse

„Eine berührende maritime Kostbarkeit … Einer der Höhepunkte sind die Aufzeichnungen aus dem Jahr 1906, als Protzen an Bord eines Frachters zwei Rennjachten in die USA transportierte, um dort an den Regatten des Eastern Yachtclubs teilzunehmen … Eine echte Kostbarkeit für jeden, der den Reiz de Segelns kennt.“ (Wiener Journal, Magazin der Wiener Zeitung)

Zitate

 

Da „40 Jahre auf dem Wasser“ gerade erst gedruckt ist, erlauben wir uns, Ihnen hier ein paar weise Sätze des Autors vorzustellen.

„Sogar zum Totgeschossenwerden schien ich der Militärbehörde untauglich. Daher setzte ich mich in ein Boot und fuhr die Donau hinab bis zum Schwarzen Meer; damals im großen Kriege, als wir uns einbildeten, es ginge uns schlecht.“

„Und wenn nun gar mein leiblicher Sohn diese Zeilen zu Gesicht bekommt und dadurch aus unanfechtbarer Quelle erfährt, welch ein loses Früchtchen sein gestrenger Erzeuger gewesen?“ 

„Schloss Rheinsberg und Neu-Ruppin, von Seen umkränzt, ließen in uns die großen Zeiten unseres großen Königs aufleben. Plaue, die Raubburg der Quitzows, Tegel, der Lieblingssitz der Humboldts, Paretz, Oranienburg und Königs Wusterhausen mit ihren geschichtlich wertvollen und zum Teil so malerischen alten Schlösschen! Wer auf diese Weise Heimatkunde treibt, behält sie besser im Gedächtnis – auch ihre Nutzanwendung: denn man lernt sein Land und diejenigen Herrscher lieben und verehren, welche sich darum verdient gemacht haben.“


„Dieses unser Land, wie geschaffen für das Hausbootleben, muss auch in dieser Beziehung erst von den Angelsachsen lernen, wie man leben kann, wenn man – die nötigen Moneten hat.“